Im ersten Quartal 2026 stand der Straßengüterverkehrsmarkt unter Druck durch steigende Kosten und geopolitische Faktoren, vor allem aufgrund stark gestiegener Kraftstoffpreise, Unterbrechungen der Lieferketten und geringerer Investitionen in die Flottenerneuerung. Die Nachfrage erholte sich dabei nach und nach, begleitet von einer erhöhten Produktionsaktivität, einem Anstieg der Neuaufträge und einer Stabilisierung der Exporte. Dieser Trend blieb jedoch schwankend.
Es wird erwartet, dass sich dieser Trend im zweiten Quartal fortsetzt: Der Markt wird eine moderate Nachfrageerholung verzeichnen, das Wachstum wird jedoch durch hohe Kosten, verstärkte Regulierung und geopolitische Instabilität gebremst. Gleichzeitig schreitet der Strukturwandel des Marktes voran, mit einer Verlagerung der Handelsströme und dem Übergang zu einem nachhaltigeren (ESG-)Modell.
„Anfang 2026 verzeichnet die Eurozone ein moderates Wirtschaftswachstum, wobei die Produktion uneinheitlich wächst: Neuaufträge nehmen zu und Exporte stabilisieren sich, was auf den Beginn einer Erholung hindeutet. Gleichzeitig verlängern sich die Lieferzeiten der Zulieferer, was die durch den Krieg im Iran verursachten Lieferkettenstörungen widerspiegelt“, so Mikolaj Antonowicz, CEO West bei AsstrA.
Die Lkw-Neuzulassungen gehen in wichtigen Märkten zurück und werden nicht durch das Wachstum in Osteuropa kompensiert.
Die Eskalation im Nahen Osten hat in Europa, insbesondere bei Kraftstoffen, zu einem starken Anstieg der Energiepreise geführt. Dieselpreise sind schneller gestiegen als Benzinpreise. Dies erhöht den Druck auf das EU-Logistiksystem und führt zu höheren Transportkosten, höheren Frachtraten und zusätzlichem Inflationsdruck.
Wirtschaftliche Lage
- Die Produktionsaktivität in der Eurozone erholt sich: Der PMI liegt über 50 und verzeichnet das höchste Wachstum seit rund 45 Monaten
- Neuaufträge und Exportaufträge nehmen zu, während die Lieferketten aufgrund geopolitischer Faktoren weiterhin unter Druck stehen
- Das BIP-Wachstum bleibt ermäßigt (ca. 1,5 % pro Jahr), die Inflation ist ca. 2,5 % gestiegen
Dynamik des Straßengüterverkehrs
- Die EU-Exporte verlagern sich: Wachstum in Richtung Türkei, Zentralasien und Kaukasus
- Die Importe zeigen einen ähnlichen Trend
Kraftstoffpreise
- Deutliche Preisanstiege: Diesel +30 %, Benzin +15 %
- Ölpreis über 100 US-Dollar pro Barrel, Höchststand im 2. Quartal 2026 erwartet
- Kraftstoff macht 30–40 % der Transportkosten aus, was zu höheren Kosten und einer strengeren Frachtauswahl führt
Lkw-Neuzulassungen
- Rückgang der Lkw-Neuzulassungen (ca. -6,2 %)
- Rückgang in Westeuropa, Wachstum in einigen osteuropäischen Ländern (Polen, Rumänien, Litauen)
Regulatorische Änderungen
- Staatliche Eingriffe in die Kraftstoffpreise (z. B. in Polen)
- Neue Anforderungen (ELO an der Grenze zwischen Frankreich und Großbritannien)
- Verschärfte Kontrollen, Proteste und das Risiko von Grenzblockaden
Marktnachrichten aktuell
- Erhöhung der Mautgebühren auf den Straßen in ganz Europa (bis zu +35 %)
- Umstellung auf CO₂-orientierte Tarife
- Neue Modelle der Preisberechnungen (basierend auf Entfernung, Gewicht und Emissionsgrad)















































































