Der Transport von Gefahrgut stellt stets eine Herausforderung dar. Bei multimodalen Transportrouten und Routenänderungen wird die Aufgabe zu einer echten logistischen Prüfung. Ende 2025 schloss AsstrA erfolgreich den Transport von über 2.600 Tonnen Ammoniumnitrat von Bulgarien in die Ukraine ab.
Die Ladung wurde in zwei Teillieferungen transportiert: Die erste Lieferung umfasste über 1.250 Tonnen, die zweite 1.350 Tonnen.
Gemäß ADR-Standards ist Ammoniumnitrat als Gefahrgut der Klasse 5 eingestuft, da es ein starkes Oxidationsmittel ist. Bei hohen Temperaturen kann es sich entzünden, explodieren und detonieren, wobei große Mengen an Gasen freigesetzt werden. Daher ist es bei der Organisation eines solchen Transports unerlässlich, die Gefahrenklasse der Ladung zu berücksichtigen und die Verpackungs- und Transportvorschriften strikt einzuhalten.
Aufgrund unterschiedlicher Spurweiten musste das Ammoniumnitrat von europäischen auf ukrainische Waggons umgeladen werden.
- Die erste Ladung Ammoniumnitrat, bestehend aus 13 bzw. 12 europäischen Güterwagen, wurde auf 11 bzw. 10 ukrainische Güterwagen umgeladen.
- Die zweite Ladung, bestehend aus 13 bzw. 12 europäischen Güterwagen, wurde auf 12 bzw. 10 ukrainische Güterwagen umgeladen.
Gemäß den Sicherheitsbestimmungen wurde das Ammoniumnitrat in flexiblen Containern (Big Bags) mit je einer Tonne Fassungsvermögen ohne Zwischenlagerung umgeladen. Insgesamt wurden über 2.600 solcher Big Bags am Bahnhof Vadul-Siret in der Ukraine umgeladen. Der Umladevorgang für jede Güterwagenladung dauerte zwischen drei und sieben Tagen.
Da der Transport innerhalb der Ukraine in offenen Güterwagen erfolgte, sorgten die Experten von AsstrA für einen zusätzlichen Schutz durch den Kauf und die Installation von Liner Bags – speziellen Polymerlinern für den Transport von Schüttgut. Diese gewährleisten eine vollständige Isolation von den Containerwänden und schützen vor Feuchtigkeit, Staub und anderen äußeren Faktoren. Die Güterwagen waren zudem mit speziellen Gefahrgutkennzeichnungen versehen.
„Im Zusammenhang mit einer besonderen Bauart europäischer Güterwagen (Planenaufbau) und zollrechtlichen Einschränkungen haben wir den Umschlagort umgehend zum Terminal Ukrzaliznytsia verlegt, das sich direkt im Zollgebiet befindet. Die Experten von AsstrA sind stets flexibel und bereit, schnell Entscheidungen zu treffen, um ihren Kunden die schnellste und effektivste Alternative zu bieten“, so Natalia Demchenko, Country General Manager bei AsstrA.
Die Fracht wurde trotz Lokomotivengpässen und Stromausfällen auf einem Streckenabschnitt pünktlich zugestellt. Die Transportstrecke von Povelyanovo (Bulgarien) nach Cherkasy (Ukraine) betrug rund 2.000 km.
Das Transport- und Logistikunternehmen AsstrA-Associated Traffic AG verfügt über umfassende Expertise im Gefahrguttransport. 30 Jahre Erfahrung in der Logistik ermöglichen es dem Unternehmen, qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu erbringen, Risiken zu minimieren und eine unterbrechungsfreie Versorgung zu gewährleisten.















































































